Die Abbildung stellt einen gesunden Kehlkopf ohneTracheostoma dar. Das intakte Organ reguliert Speise- und Luftweg, trennt bei Bedarf abwechselnd den Speise-vom Luftweg und umgekehrt. Ein weiterer Teil des Kehlkopfes ist der Stimmapparat.
Tracheotomie (Öffnen der Luftröhre) – das ist die Schaffung eines künstlichen Atemwegs im Halsbereich unterhalb des Kehlkopfes, nach der zweiten oder dritten Knorpelspange der Luftröhre. Der Eingriff ist erforderlich, um eine Verengung der oberen Atemwege zu kompensieren (z.B. Pharynxstenosen oder beidseitige Rekurrensparesen). Der Kehlkopf bleibt in der Regel komplett erhalten. Der neue Luftweg kann für begrenzte Zeit oder auch dauerhaft angelegt werden.
Bei der Laryngektomie (Entfernung des Kehlkopfes) wird in der Regel die Luftröhre endständig am Hals ausgeleitet. Sie endet im Tracheostoma. Bei diesem Eingriff werden Luft- und Speiseweg völlig voneinander getrennt. Durch die Entfernung der Stimmbänder, die Teil des Kehlkopfes sind, geht auch das Stimmvermögen verloren.
Die Abbildung zeigt das gleiche Schema wie bei der Laryngektomie. Zusätzlich wurde in der Trennwand zwischen Luft- und Speiseröhre eine Fistel angelegt, um eine Stimmrehabilitation zu ermöglichen. Diese operativ geschaffene Verbindung sollte auf der Höhe des Tracheostomas liegen, um Pflege und Wechsel von Kanüle sowie Ventil zu erleichtern. Die Fistel dient der Aufnahme eines Stimmventils (Einklappenventil), über die Luft in die Speiseröhre (Ösophagus) und den Hypopharynx gelangt. Hier kann der Ton gebildet werden – Stimme wird wieder möglich. Die Abbildung verdeutlicht gleichzeitig die Möglichkeit des fingerfreien Sprechens – hier mit einem PRIMA-RESIST VALVE Tracheostomaventil in Verbindung mit einer Kanüle. Alternativ können auch Klebetechniken Anwendung finden.